Forschungskooperationen für rasche KI-Innovationen in der Praxis

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Das Konzept der Smart Data Innovation Challenges (SDI-C) erweitert das Smart Data Innovation Lab (SDIL) um eine wichtige Komponente. Geforderte schnellere, innovative Forschung kann damit niederschwellig erreicht werden. Auf Basis von dringenden prototypischen Fragestellungen aus der Industrie sollen sich die besten datengetriebenen KI-Ansätze beweisen. Umgekehrt sollen Forscher motiviert werden, ihre Ansätze Maschinellen Lernens und der Big Data Analytics auf reale Datensätzen anzuwenden.

In dem drei Jahre vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt sollen insbesondere innovative Mikroprojekte gefördert werden. KI-Projekte sollen dabei zu gleichen Teilen von Industrie und Forschung getragen werden, wobei die Forschungspartner zu 100 % für die Erforschung und Anwendung neuer Algorithmen finanziert werden und somit auch zum Stand der Forschung beitragen.

Die Anwendungspartner, die Daten und/oder Systeme beisteuern, profitieren direkt von der prototypischen Umsetzung und der durch das Projekt geförderten Außenwirkung. Wie schon in der aktuellen Phase ergibt sich der Beitrag der Industrie aus der Bereitstellung der Daten und den Personalressourcen, die für gemeinsame Projekte benötigt werden. Zusätzlich profitieren beide Seiten von der Infrastruktur.

Grundlage hierfür sind die Kooperationsschemata inklusive der Musterverträge, die bereits im SDIL erprobt wurden, sowie die Infrastruktur, die innerhalb dieses Projektes passgenau auf das neue Format weiterentwickelt wird. Projekte wie das in Baden-Württemberg geförderte Smart Data Solution Center (SDSC) zeigen eindrucksvoll die Attraktivität einer solchen Förderarchitektur für alle Beteiligten.


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Förderaufrufe

2. Ausschreibung von KI-Mikroprojekten im BMBF-geförderten Forschungsprojekt SDI-C

Ziel der SDIC-Mikroprojekte ist in Zusammenarbeit mit dem Smart Data Innovation Lab eine kurze Zeitspanne zwischen Idee und Umsetzung von KI-Forschung zu erreichen (mehr Infos unter: https://www.sdil.de/sdi-c). Ab Dezember 2020 fördert das BMBF bis zu 6 KI-Mikroprojekten am DFKI, am Forschungszentrums Jülich, in der Fraunhofer Gesellschaft, und am KIT mit je max. 6 Personenmonaten im SDIL auf industriellen Daten.

Gefördert werden die besten Projektideen mit einem klaren Bezug zu industriellen Daten, bei denen Firmen (oder auch Behörden) als assoziierte Anwendungspartner und Datenprovider einbezogen werden, davon:

bis zu 3 themenoffene Mikroprojekte mit technologischen Leuchtturmcharakter

In dieser Ausschreibungsrunde sollen insbesondere solche angewandten KI-Projekte gefördert, die einen relevanten Beitrag zu noch nicht marktreifen, aber potentiell disruptiven Zukunftstechnologien leisten. Die KI-Forschung soll dabei auf Daten von Tech-Startups und hochinnovativen Unternehmen geschehen (Messreihen, Simulationen, …) und

bis zu 3 KI-Mikroprojekte mit hohem Verwertungspotential in Bezug auf pandemiebedinge Effekte

Es sollen angesichts der aktuellen und zukünftiger Herausforderungen KI-Projekte unterstützt werden, welche z.B. den Verwaltungs-, Wirtschafts- oder Gesundheitssektor durch die Nutzung von KI stärken.

Auswahl der Anträge

Neben der Wissenschaftlichen Qualität, der Nutzung industrieller Datenquelle und einem klaren Verwertungsplan ist die gewinnbringende Nutzung von Rechenressourcen im SDIL (www.sdil.de/plattform) relevant für die Auswahl. Gewünscht ist insbesondere die Einbindung von Daten und Fragestellungen aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, welche als ungeförderte Partner von der Analyse ihrer Daten profitieren sollen. (Interessierte Unternehmen können sich gerne ohne akademischen Partner frühzeitig unter office@sdil.de melden.) Das SDIL stellt einen rechtlich und technisch sicheren Rahmen zur Verarbeitung der Daten innerhalb des beantragten Mikroprojektes.

Antragsverfahren

Der ausgefüllte Antrag für SDI-C Aussschreibung 3 (bevorzugt in docx Format) ist bis zum 25.10.2020 an das Büro des Konsortialführers (office@sdil.de) zu schicken. Gerne beraten wir Antragssteller auch im Vorfeld. Technische und organisatorische Anforderungen des jeweiligen Mikroprojekts in Bezug auf die Infrastruktur sollten mit dem Plattform-Support abgeklärt werden (sdil-platform-support@lists.kit.edu).

Sie erhalten innerhalb 4 Wochen nach Einreichungsschluss Rückmeldung über den Erfolg der Begutachtung. Der Projektstart kann sofort nach Mittelfreigabe und Abschluss eines Kooperationsvertrags mit dem Datenprovider erfolgen. Die endgültige Mittelfreigabe wird auf Basis eines gemeinsamen Lenkungsausschussbeschlusses umgehend durch das geförderte Institut beantragt und geschieht dann nach Prüfung durch den Fördergeber, so dass die Fördermittel innerhalb weniger Wochen zur Verfügung stehen können!